Menschenhandel, Kinderprostitution, Kinderpornographie // Expertise seit 2000

Menschenhandel - das klingt nach US-Krimi und Kinoleinwand. Doch Menschenhandel ist traurige Realität mitten unter uns. Seit dem Ende des Kommunismus boomt das große Geschäft mit der "Weißen Sklaverei" – und zwar ungebrochen, denn die EU-Osterweiterungswellen mach(t)en es den Menschenhändlern immer leichter.

Weltweit werden 4,5 Millionen Mädchen und junge Frauen nach neuesten Schätzungen der ILO (International Labour Organisation, 2012) zur Prostitution gezwungen. Zwischen 13 und 25% von Ihnen sind Kinder.

 

In Europa sind es zumeist Osteuropäerinnen, die Opfer von skrupellosen Menschenhändlern werden. Über 500 000 Frauen aus den GUS-Staaten und Osteuropa werden laut Schätzungen der UNICEF und UNDP jährlich in die Prostitution gezwungen. Die Männer locken sie mit scheinheiligen Job-Angeboten nach Westeuropa und zwingen sie dann in die Prostitution, beuten sie aus, verkaufen sie weiter von Zuhälter zu Zuhälter. Aus Angst vor Schlägen und aus Angst davor, daß sie sich selbst strafbar machen, fügen sich die meisten Opfer in ihr Schicksal.

Menschenhandel ist zum Big Business geworden, die Gewinne aus der Zwangsprostitution rangieren gleich hinter dem Drogen- und Waffenhandel: Die ILO schätzt für die westlichen Industriestaaten über 13 Milliarden $ Gewinn allein aus der Zwangsprostitution. 

 

Die unauffällige "Ware" - weiße Frauen - stammt vor allem aus den ärmsten Ländern Osteuropas, aus Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Ukraine, Moldawien. Dass diese Länder neuerdings der EU angehören oder unmittelbar an sie angrenzen, macht es der Polizei zunehmend schwer, in Sachen Menschenhandel zu ermitteln, Täter zu verurteilen und ihre organisierten Netzwerke zu sprengen.

Einige der Filme auf diesen Unter-Seiten

* Menschenhandel

* Peacekeeper & Prostitution

* Kinderpornographie

mögen schon ein paar Jahre alt sein - doch es ist erschreckend, wie wenig sich an dem teuflischen Mechanismus Menschenhandel bis heute geändert hat.

 

 

Filmvorträge zu Menschenhandel und Zwangsprostitution

Inge Bell hat sich seit dem Jahr 2000 auf das Thema Menschenhandel spezialisiert - als Buch-Autorin, Journalistin und Menschenrechtlerin. Damals hatte sie nach monatelanger Recherche im ARD-Weltspiegel den Skandal aufgedeckt: "Mazedonien: Deutsche KFOR-Soldaten auf dem Babystrich".

 

Seither ist Inge Bell eine international gefragte Expertin und Vortragsrednerin zum Thema "Menschenhandel". Für ihr Engagement weit über den Beruf hinaus wurde sie von der Europäischen Bewegung ausgezeichnet mit dem Preis "Frau Europas 2007".

Im März 2013 wird sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Auch Sie können Inge Bell für Film-Vorträge, Workshops und als Beraterin engagieren.